Mehr Effizienz durch kürzere Lade- und Reaktionszeiten der eigenen Webseite

Mehr Effizienz durch kürzere Lade- und Reaktionszeiten der eigenen Webseite​

Die Ladegeschwindigkeit der eigenen Webseite, des eigenen Shops oder der eigenen Datenbank scheint auf den ersten Blick nur von geringer Bedeutung zu sein. Ein Fehler, der sich schnell rächen kann. 

Denn die Ladezeit entscheidet nicht nur, ob ein Kunde auf der Seite bleibt oder diese wieder verlässt, sondern kann auch das Ranking der Webseite nachhaltig und deutlich beeinflussen. Je schneller und volatiler eine Webseite agiert und reagiert, umso stärker profitieren die Besucher und somit auch die Eigentümer der Webseite. 

Wir zeigen Ihnen sechs wichtige Punkte, mit denen Sie die Geschwindigkeit der eigenen Webseite nachhaltig verbessern können.

1. Hosting Plan optimieren

Das Hosting beziehungsweise der Hosting Plan spielen eine besondere Rolle für die Geschwindigkeit. Je schneller die Server des Hosters antworten, umso besser kann die Seite reagieren. Besonders schlimm sind günstige Shared-Hosting-Angebote, bei welchen sich oftmals hunderte Webseiten die Ressourcen eines Servers teilen müssen. 

Es lohnt sich in jedem Fall für das Hosting mehr Geld zu investieren und ein Premium-Hosting-Modell zu wählen. Hier liegt die Webseite entweder alleine oder mit nur wenigen anderen Seiten auf einem eigenen vServer. Somit stehen mehr Ressourcen zur Verfügung und die Seite kann schneller auf alle Anfragen reagieren.  Optimal ist es, wenn für jede Webseiten-Installation ein eigener CPU-Kern zur Verfügung steht, welcher in der Lage ist mit hohen Auslastungen einer großen Webseite mitzuhalten.

Ebenfalls wichtig in diesem Zusammenhang: Optimierte Update-Zeiten der Server, sodass Ausfälle stets außerhalb der Kern-Geschäftszeiten liegen.

2. Caching und Komprimierung (Gzip) auf dem Server

Die Gzip-Komprimierung erlaubt es beinahe jede Seite einer Webseite um bis zu 70 Prozent zu komprimieren. Diese komprimierte Webseite wird dem Browser zugespielt, welcher die Seite lokal dekomprimiert. Das spart bereits deutlich an Ladezeit ein. Zudem wird der eigene Server entlastet, da der Browser des Besuchers die Arbeit der Dekomprimierung übernimmt.

Ähnlich verhält es sich mit dem Caching. Denn viele große Elemente einer Webseite wie deren Logo oder auch die CSS-Datei ändern sich nicht. Wird das Browser-Caching aktiviert, so entsteht eine zwischengespeicherte Datei der Webseite im Speicher des Besuchers.

Somit wird die Anzahl der Seitenaufrufe durch den Besucher reduziert, was nicht nur einer schnelleren Darstellung dient, sondern auch den Server entlastet und somit beschleunigt. Es ist wichtig, das Caching gezielt einzusetzen und regelmäßig zu optimieren. Denn eine Webseite wächst und verändert sich, sodass auch die Caching-Vorgaben regelmäßig angepasst und optimiert werden sollten.

3. Bilder für das Internet optimieren

Bilder sind in vielen Bereichen einer Webseite notwendig. 

Auf der anderen Seite verbrauchen Bilder enorm viele Ressourcen und können somit die Ladezeit der Webseite deutlich verlängern. 

Eine Methode die Ladezeit deutlich zu verringern ist die Komprimierung der Bilder. Dabei leidet allerdings zu einem gewissen Maß die Qualität. Wenn Detailbilder jedoch in voller Qualität dargestellt werden sollen, hilft nur ein gezieltes Load-Balancing.  

Hierbei werden die Bilder nur dann geladen, wenn diese im Sichtbereich des Nutzers liegen. Somit kann die Lade- und Reaktionszeit der Webseite deutlich verkürzt werden, da die Bilder immer nur on-demand abgerufen und in den Speicher geladen werden. 

Eine solche Lösung muss an die jeweilige Webseite angepasst und optimiert werden, kann aber die Ladezeiten nach der Implementierung deutlich reduzieren.

4. Reduzierung externer Scripte

Externe Scripte sind eine echte Gefahr für die Ladezeiten. Darunter fallen nicht nur externe Werbeanzeigen, sondern beispielsweise auch die vielfach beliebten Social-Media-Plugins. Wer über und unter einem Eintrag die beliebten Sharing-Schaltflächen einbindet, fügt der Seite eine zusätzliche Belastung von rund 500KB zu. 

Wer dennoch nicht auf die Einbindung verzichten möchte, kann beispielsweise über lokal auf dem Server abgelegte Bilder und Textlinks das gleiche Ergebnis erreichen und somit die Belastung auf 1/10 reduzieren. 

Ähnlich verhält es sich mit vielen anderen externen Scripten und Tracking-Diensten. Es gilt immer die Balance zu finden zwischen der Notwendigkeit dieser Scripte und deren Auswirkungen auf die Geschwindigkeit einer Webseite.

5. Optimierung Javascript und CSS Dateien

Jeder Aufruf der Javascript und CSS – Dateien einer Webseite wird als HTTP-Anfrage gewertet. Somit sendet der Computer des Besuchers eine Anfrage, welche vom Server beantwortet werden muss. Jede Anfrage nimmt dabei eine gewisse Menge an Zeit in Anspruch. Je mehr Anfragen vom Server abgearbeitet werden müssen, umso stärker verzögert sich die Auslieferung der Webseite. 

Dies mag bei einem einzelnen Besucher nicht allzu stark ins Gewicht fallen. Wenn jedoch zeitgleich hunderte oder tausende Besucher die Webseite aufrufen, kann sich die Zahl der HTTP-Requests schnell zu einem Problem entwickeln. Mittels verschiedener Tools ist es möglich, mehrere unterschiedliche Javacriptund CSS-Dateien in einer einzigen Datei zu kombinieren. Somit wird die Anzahl der HTTP-Anfragen auf einen Schlag erheblich reduziert, was sich sofort in kürzeren Ladezeiten niederschlägt. 

Je mehr Javascript- und CSS-Dateien auf der Webseite genutzt werden, umso größer und besser das Ergebnis der Änderung. Zudem kann ein Teil dieser Aufgaben auch über das oben bereits genannte Caching gelöst werden, da die Scripte zumindest nur einmal abgerufen werden müssen. In Kombination beider Lösungen lassen sich die optimal gewünschten Ergebnisse erzielen. Denn die gezielte Optimierung von HTTP-Requests entlastet den Server nachhaltig und bietet somit den wohl größten Spielraum für kürzere Auslieferungszeiten.

6. Optimieren ja, aber nicht um jeden Preis

Es ist wichtig die Geschwindigkeit einer Webseite regelmäßig zu optimieren. Doch nur allzu leicht verfällt man in einen Optimierungswahn und versucht krampfhaft die Webseite immer weiter zu beschleunigen. Dies ist allerdings in der Regel nicht notwendig. 

Wer die oben genannten Anregungen nutzt, kann die Ladezeiten bereits signifikant beschleunigen und somit eine Verbesserung des Rankings erreichen. Allerdings ist es wichtig diese Optimierungen regelmäßig durchzuführen und somit für eine wachsende und dennoch schlanke und schnelle Webseite Sorge zu tragen.

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