10 Inbound-Marketing-Kennzahlen, die jeder Marketingverantwortliche kennen sollte

10 Inbound-Marketing-Kennzahlen, die jeder Marketingverantwortliche kennen sollte

„Man kann nicht optimieren, was man nicht misst.“

Die schnelle Verfügbarkeit und der einfache Zugriff auf Daten im Inbound-Marketing haben in den letzten Jahren zu einer wahren Flut von Leistungskennzahlen geführt. Es ist leicht, sich von dieser Welle von Informationen überwältigen zu lassen.

Die Fokussierung auf Kennzahlen spart Zeit und Geld. Gleichzeitig hängt ihre Aussagekraft als Grundlage für zukünftige Entscheidungen von der Qualität der Indikatoren ab.

Für eine gezielte Auswahl der wichtigsten Inbound-Marketing-Kennzahlen ist es ratsam, diese zunächst in zwei Kategorien einzuteilen. Auf der einen Seite KPIs und Metriken, die innerhalb des Marketing-Teams nützlich sind, um Entscheidungen darüber zu treffen, wie mit aktuellen und geplanten Marketingkampagnen und Content-Marketing-Strategien verfahren werden soll.

In der anderen Kategorie finden sich Kennzahlen und Indikatoren, die auf der Managementebene genutzt werden können und die die Grundlage für die Fortschrittskontrolle und strategische Entscheidungen bilden.

Die 5 wichtigsten Inbound-Marketing-Kennzahlen für das Tagesgeschäft

Lassen Sie uns beginnen und fünf Schlüsselkennzahlen untersuchen, die Ihnen helfen, die Kontrolle über Ihre Inbound-Marketingaktivitäten im Alltag zu erlangen.

1. Keyword Ranking - SEO

Bei der Optimierung von Inhalten für Suchmaschinen müssen eine Vielzahl von Indikatoren berücksichtigt werden, darunter die Anzahl der Besuche, Seitenaufrufe, Sitzungsdauer und Bounce-Rate. Die wichtigste Kennzahl für SEO ist jedoch nach wie vor das Keyword-Ranking. Mit einer Keyword-Suchmaschine ist es einfach, die richtigen Begriffe zu finden, mit denen Sie dann den Inhalt optimieren und Ihre Ranking-Ergebnisse verfolgen können.

2. Kosten der Kundenakquisition - PPC

Abhängig vom Wert der Keywords, die Sie verwenden, können die Kosten für die Nutzung von Pay-per-Click-Kampagnen stark variieren. Ein wesentlicher Vorteil ist jedoch die Möglichkeit, die Kosten pro gewonnenem Kunde genau kalkulieren zu können. Mit einem festgelegten Budget können die erwarteten Leads ermittelt werden. Die Kosten für die Kundenakquisition/Kosten für die Generierung von Leads können mit einer Pay-per-Click-Kampagne genau berechnet werden, so dass Sie den Return of Investment im Auge behalten.

3. Click-Through-Rate - E-Mail

Die Click-Through-Rate ist die aussagekräftigste KPI bei der Auswertung von E-Mail-Kampagnen. Während die Öffnungsrate durch das automatische Öffnen von E-Mail-Clients wie Outlook verzerrt wird, zeigt die Klickrate eine klare Interaktion mit dem Inhalt Ihrer E-Mail-Kampagne an. Die Auswertung der angeklickten Links liefert weitere wertvolle Erkenntnisse für die Optimierung zukünftiger Kampagnen.

4. Lead-Qualität - Lead-Generierung

Bei der Generierung von Leads hat die Qualität höchste Priorität. Eine große Anzahl von Leads, die zu einem niedrigen Preis generiert werden, ist oft gut für Statistiken, hat aber keinen nachhaltigen Einfluss auf Ihre Verkaufsergebnisse. Die Lead-Qualität ist daher ein entscheidender Indikator für messbaren Erfolg. Mit Lead Scoring Tools können Leads über die gesamte Lebensdauer der Kundenbeziehung bewertet werden.

5. Post-Engagement - Soziale Medien

Inbound-Marketingaktivitäten auf Social Media sind oft nicht einfach mit Metriken zu quantifizieren. Die verstärkte Aufmerksamkeit für die eigene Marke, das eigene Unternehmen oder das eigene Produkt ist ein Ziel der Social Media Präsenz. Die messbaren Erfolgsindikatoren in diesem Bereich können z.B die Anzahl der Likes für das Unternehmen, die Likes pro Beitrag (Post) oder auch die Beteiligung ihrer Follower innerhalb der Beiträge (Engagement). Das Beitrags-Engagement hat jedoch die größte Bedeutung als Leistungsindikator. Je mehr Interaktionen ein Beitrag erzeugt, desto wahrscheinlicher ist es, dass andere Follower ihn sehen.

Die 5 wichtigsten Inbound-Marketing-Kennzahlen für das Management

Verantwortliche in Führungspositionen sind dankbar für genaue und zielgerichtete Kennzahlen, die es ihnen ermöglichen, eine Marketingkampagne schnell und entschlossen zu bewerten.

Detaillierte KPIs (Key-Performance-Indicator) werden ausgewertet, verarbeitet und zu den grundlegendsten Erkenntnissen innerhalb der Marketingabteilung verdichtet. Für Vorstände und Führungskräfte ist die Kosten-Nutzen-Relation (ROI) der wichtigste Indikator zur Messung des Erfolgs von Marketingaktivitäten und des Unternehmens insgesamt.

1. Kundenakquisitionskosten – CAC (Customer-Aquisition Cost)

Wie viel kostet ein Neukunde? Der Leiter einer Marketingabteilung muss diese Frage der Unternehmensführung präzise und faktengestützt beantworten können. Basierend auf den Kundengewinnungskosten (CAC) werden die Gesamtkosten für Marketing- und Vertriebsaktivitäten mit der Anzahl der gewonnenen Neukunden verglichen. Der Bezugszeitraum kann auf Monats-, Quartals-, Halbjahres- oder Jahreswerten basieren.

Betragen beispielsweise die Quartalskosten für Marketing und Vertrieb 100.000 Euro und wurden im gleichen Zeitraum 200 neue Kunden gewonnen, ergibt sich ein CAC von 500. Für jeden neu gewonnenen Kunden gab das Unternehmen zunächst 500 Euro aus.

2. Kundennutzen zu Kundenakquisitionskosten-Verhältnis - LTV:CAC

Ob ein Anschaffungspreis von 500 Euro für jeden neuen Kunden ein guter oder ein schlechter Wert ist, wird im Verhältnis zum Wert ermittelt, den jeder neue Kunde für das Unternehmen darstellt. Dazu wird der Lifetime Value (LTV), also der über die gesamte Dauer der Geschäftsbeziehung geschaffene Kundenwert, mit dem CAC verglichen. Der LTV errechnet sich aus der Division des vom Kunden generierten Umsatzes (abzüglich der Bruttomarge) über einen definierten Zeitraum durch die bekannte Abwanderungsrate dieses Kundentyps.

Aber Vorsicht: Die Interpretation des LTV:CAC-Verhältnisses variiert je nach Branche, Unternehmensphase und gewünschter Wachstumsdynamik. Am besten berechnen Sie zunächst den LTV:CAC-Indikator für vergangene Geschäftsjahre, Quartale und Monate, damit Sie den Erfolg Ihrer Content- und Inbound-Marketingprogramme anhand dieser Vergangenheitswerte beurteilen können.

3. Amortisationszeitraum der CAC

In der Kosten-Nutzen-Analyse für das Management ist die Zeit, die benötigt wird, bis sich ein neuer Kunde für das Unternehmen auszahlt, ein spannender Indikator. Insbesondere für Unternehmen mit geringerer Liquidität ist eine möglichst kurze Amortisationszeit wünschenswert. Die Amortisationszeit errechnet sich aus der Division des CAC durch den durchschnittlichen Umsatz (abzüglich der Bruttomarge) pro Monat. Als Ergebnis erhalten Sie den Wert in Monaten, zu dem ein neuer Kunde für das Unternehmen profitabel wird.

4. Prozentsatz der Neukundengewinnung durch Marketing

Der direkte Beitrag einer Marketingabteilung und ihrer Inhalte und Inbound-Marketingaktivitäten zum Gesamtverkaufserfolg lässt sich anhand dieses Indikators leicht beurteilen. Die Metrik ist einfach: Je höher der Anteil der Neukundengewinnung durch Content- und Inbound-Marketing, desto erfolgreicher war das Marketing im Vergleich zu anderen Akquisitionstools.

5. Marketing-Prozentsatz der CAC

Für einen noch detaillierteren Blick auf die Kosten der Neukundengewinnung wird das CAC nun mit den gesamten Marketingkosten verglichen. Der Indikator M%-CAC gibt nicht nur Aufschluss über den Anteil der Marketingausgaben während des Akquisitionsprozesses des Unternehmens, sondern liefert auch wertvolle Informationen über die Effektivität der Maßnahmen im Vergleich zu anderen Vertriebsinstrumenten.

Die Fokussierung auf diese 10 grundlegenden Kennzahlen hilft Ihnen, die Entwicklungen, Prozesse und Erfolge Ihrer Inbound-Marketingaktivitäten sowohl innerhalb Ihres eigenen Marketingteams als auch vor der Geschäftsleitung zu verstehen. Basierend auf diesen aussagekräftigen KPIs können laufende und zukünftige Kampagnen effektiv gesteuert und optimiert werden.